Urologie
Dr. med. M. Hamm 
Dr. med. N. Vahrmeyer 

Anästhesie 
Dr. med. G. Wettmann

Sprechzeiten:
Mo-Di-Do 7.45 h - 17.00 h
Mittwoch 7.45 h - 15.00 h
Freitag 7.45 h - 13.00 h 


Notfallsprechstunde
nach telefonischer Vereinbarung

Telefon
02­41-32341

Blase

Transurethrale Elektroresektion von Blasentumoren (TURB)
(Abtragung von Harnblasengeschwülsten mittels Hochfrequenzstrom und Laser durch die Harnröhre)
Blasengeschwülste können vereinzelt oder an mehreren Stellen auftreten. Man unterscheidet gestielt wachsende (papilläre) Tumoren von soliden, in die Tiefe wachsenden Tumoren und dem sogenannten Carcinoma in situ (schlecht erkennbarer flacher, mit geröteter Schleimhaut einhergehender Tumor). Anfangs sind die Tumoren meist auf die Schleimhaut begrenzt und haben eine sehr gute Heilungschance durch Entfernung durch die Harnröhre. Gelegentlich kommt es jedoch zu einem Durchbrechen der Schleimhaut und aus dem oberflächlichen Tumor entwickelt sich ein gefährlicher, in die Tiefe wachsender Krebs. Bei dem Eingriff wird ein rohrförmiges Instrument in die Harnblase eingeführt und der Tumor schichtweise mit Hochfrequenzstrom abgetragen. In den ersten Tagen nach der Operation wird die Harnblase durch Einlegen eines Harnröhrenkatheters entlastet. Dieser verbleibt in der Regel zwischen 24 Stunden und maximal 3 Tagen. Abhängig vom histopathologischen Befund (feingewebliche Untersuchung) ist dann das jeweilige weitere Vorgehen individuell zu besprechen.

Operative Korrektur der Belastungsinkontinenz der Frau
Bei der Belastungsinkontinenz handelt es sich um unfreiwilligen Urinverlust bei Belastung, beispielsweise beim Husten, Niesen, Hüpfen und Springen, gelegentlich auch beim Lachen. Hat hier eine konservative Behandlung (Beckenbodengymnastik, Medikamente) nicht zum Erfolg geführt, ist mittels Operation die Inkontinenz zu beseitigen. Wenn sich nach einer Voruntersuchung, bei der eine urogynäkologische Untersuchung, eine Blasendruckmessung und ggf. eine Röntgenuntersuchung der Blasedurchgeführt wird, die Indikation zum operativen Eingriff stellt, kann heute häufig mittels einer kleinen Bandoperation die Inkontinenz beseitigt werden. Hierbei wird in örtlicher Betäubung oder Vollnarkose ein spezielles Band unter der mittleren Harnröhre platziert, welches dann hinter dem Schambein im Unterbauch beidseits ausgeleitet wird (TVT-Operation - tension free vaginal tape). Alternativ kommt eine Ausleitung seitlich neben der Scheide in Frage (transosturatosen Band). Bei richtiger Indikationsstellung beträgt die Heilungsrate zwischen 80 und 85 %.