Urologie
Dr. med. M. Hamm 
Dr. med. N. Vahrmeyer 

Anästhesie 
Dr. med. G. Wettmann

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Prostata

TURP bei gutartiger Prostatavergrößerung
(Benignes Prostatasyndrom mit Obstruktion)
Die im nicht vergrößerten Zustand etwa kastaniengroße Prostata (Vorsteherdrüse) liegt ringförmig um den hinteren Teil der Harnröhre und kann ab dem 30. Lebensjahr kontinuierlich an Größe zunehmen. Hierdurch kann die hintere Harnröhre zugedrückt werden und der Harnabfluss behindert werden. Es kommt zu abgeschwächtem Harnstrahl, häufigem Blasenentleeren, nächtlichem Wasserlassen bis hin zur Harnsperre (akuter Harnverhalt). Führt eine medikamentöse Behandlung der Prostatavergrößerung nicht zum gewünschten Erfolg, kann die vergrößerte Vorsteherdrüse durch Hochfrequenzstrom abgetragen werden. Über die Harnröhre wird ein dünnes Rohr (Resektoskop) in die Harnblase eingeführt, an dessen Ende eine elektrische Schlinge angebracht wird. Jetzt kann unter Sicht die Prostata scheibchenweise abgetragen werden, die abgehobelten Späne werden herausgespült und zur histopathologischen Untersuchung eingesandt (feingewebliche Untersuchung). Nach dem Eingriff wird zur Ruhigstellung der Harnblase und zum Spülen der inneren Wunde ein Spülkatheter über die Harnröhre eingelegt, ggf. erfolgt zusätzlich die Harnableitung über einen Bauchdeckenkatheter. In bestimmten Fällen ist auch die Abtragung der Prostata durch Hitzebehandlung (zum Beispiel mit Laser) möglich. In anderen Fällen, bei sehr großer Prostatadrüse empfiehlt es sich, die Prostata nicht durch die Harnröhre abzuhobeln, sondern über einen kleinen Unterbauchschnitt offen operativ zu entfernen.

Radikale Prostataoperation mit Entfernung der Lymphknoten bei Prostatakrebs (Radikale Prostatovesikulektomie mit Lymphadenektomie)
Bei Vorliegen eines lokal begrenzten Prostatakrebses wird die Prostata inklusive der Samenblasen komplett entfernt. Im Franziskushospital wird diese Operation über einen Unterbauchschnitt (retropubisch) durchgeführt. Im Rahmen der Operation werden zusätzlich die zur Prostata gehörenden Lymphknoten im kleinen Becken entfernt (Staging-Lymphadenektomie). Sofern es der Tumor zulässt, kann die Operation potenzerhaltend, d.h. unter Schonung der für die Gliedversteifung verantwortlichen Gefäß- und Nervenstrukturen durchgeführt werden.